Impfpass immer dabei

Der e-Impfpass ist kein Teil von ELGA, der elektronischen Gesundheitsakte, nutzt jedoch dieselbe Technik und wird von der ELGA GmbH umgesetzt. Die gesetzliche Grundlage für die Verarbeitung der Impfdaten ist mit der Novelle des Gesundheitstelematikgesetzes (GTelG) im Herbst 2020 geschaffen worden. Das GTelG regelt u. a. die elektronische Weitergabe von personenbezogenen Gesundheitsdaten, in der Novelle wurden nun die rechtlichen Grundlagen für den elektronischen Impfpass geschaffen. Analog zum Papier-Impfpass erhält jeder Bürger einen e-Impfpass als Gesundheitsvorsorgeinstrument. Eine Abmeldung vom elektronischen Impfpass ist im öffentlichen Interesse an einer vollständigen Dokumentation nicht vorgesehen.1

Ende Oktober 2020 starteten die öffentlichen Impfstellen in Wien mit dem Pilotprojekt, ausgewählte niedergelassene Ärzte folgen.2 Die Pilotphase wird in Niederösterreich, der Steiermark und Wien erfolgen. Im Rahmen des Pilotprojekts wird der elektronische Impfpass evaluiert – danach soll dieser schrittweise in ganz Österreich umgesetzt werden.1 Für Bürger wird der e-Impfpass über das ELGA-Portal per Handysignatur zugänglich sein, Ärzte rufen ihn über das e-card-System oder via Tablet ab.2

Handysignatur Impfpass

Herzstück: Impfregister

Alle Impfdaten werden in einem zentralen österreichischen Impfregister gespeichert. Durch dieses Impfregister können epidemiologische Auswertungen wie beispielsweise zuverlässige Durchimpfungsraten sichergestellt werden. Der e-Impfpass wird im Vollbetrieb mit dem nationalen Impfplan verknüpft, der regelmäßig nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft präzisiert und aktualisiert wird. Jeder Bürger verfügt dann via e-card über seinen eigenen persönlichen Impfkalender.2

Auch für die Dokumentation der Corona-Impfungen werden bereits Vorbereitungen getroffen. Der Grundstein dafür wurde bereits gelegt.1

e-Impfpass in aller Kürze:1

  • zentrale Speicherung in einem Impfregister

  • kein Papier-Impfpass mehr, der verlorengehen kann

  • Impfkalender immer abrufbar

  • Verknüpfung mit dem österreichischen Impfplan mit personalisierten Empfehlungen, Erinnerungen, Übersicht etc.

  • Epidemiologische Auswertungen wie z. B. zuverlässige Durchimpfungsraten möglich

Quellen:

www.elga.gv.at

2 DI Dr. Franz Leisch. ELGA – Status und Ausblick. CGM DOCEXPO 2020

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Gespräch mit Impfstoffentwickler Christoph Rademacher und ORF-Wissenschaftsredakteur Günther Mayr, online am Dienstag, 23. Februar, 16 Uhr. Das Gespräch wird live auf univie.ac.at sowie science.apa.at übertragen.

13.01.2021 Wer, wann und wo geimpft wird, ist ein komplexer Prozess. Er hängt von einer Reihe von Faktoren ab. So sind zum Beispiel die Wirkung und die Verfügbarkeit des Impfstoffes sowie die Pandemielage wichtige Eckpunkte, die entscheiden dafür sind, wer zuerst geimpft werden kann.

16.12.2020 Die Österreicher zeigen sich aktuell in Sachen Corona pessimistisch: 82% erwarten, dass sich die Situation verschlechtern oder bestenfalls so bleiben wird, wie sie jetzt ist. Damit einher geht die Angst, dass man sich selbst oder dass sich ein Familienmitglied mit dem Coronavirus anstecken wird.